Warum Suchmaschinenoptimierung nicht Suchmaschinenoptimierung ist

„Unsere Seite wird eh suchmaschinenoptimiert“, höre ich oft. „Ja, und was genau wird gemacht?“, frage ich dann gerne interessiert nach. Schweigen.

Immer wieder mache ich die Erfahrung, dass Kunden erst dann Interesse an Suchmaschinenoptimierung zeigen, wenn die Website längst online ist. Oder nach einem Relaunch die Zugriffe zurückgehen. Stattdessen gibt es rätselhafte Error-Seiten in den Google-Suchergebnissen.

Jeder verkauft etwas anderes unter SEO

Klar, dass sich eine Laie nicht unbedingt dafür interessiert, welche Maßnahmen in puncto Suchmaschinenoptimierung (SEO) gesetzt werden. Problematisch wird es aber, weil unter dem Begriff SEOganz unterschiedlichen Dienstleistungen verkauft werden.

Klug gemachtes SEO berücksichtigt eine Vielzahl an Faktoren, verkürzt gesagt: Technik, Texte und Links. Alle drei Bereiche sollten ineinandergreifen. Oft werden aber nur Einzelleistungen angeboten und unter dem Begriff SEO verkauft. Wer sich nicht genauer auskennt und nachfragt, hat das Nachsehen und fällt im schlechtesten Fall auf einen unseriösen Anbieter herein.

SEO aus Programmierersicht

Websites werden gerne im Paket gekauft. Suchmaschinenoptimierung natürlich inklusive. Doch was genau ist damit gemeint? Fragt man einen Programmierer, wird er sich wahrscheinlich in vielen Fällen auf technische Spezifikationen der Seite berufen. Sprich: korrekt programmierter Code, alle Links haben Namen (z.B. http://www.abc-test.at/test.html statt http://www.abc-test.at/12345.html ), alle Überschriften wurden korrekt zugewiesen (h1, h2 etc.) etc. Damit hat Google schon mal eine wichtige Basis.

Doch wofür wurde die Seite optimiert? Lassen Sie mich dazu kurz Wikipedia zitieren: „Suchmaschinenoptimierung oder Search Engine Optimization (SEO; engl.) bezeichnet Maßnahmen, die dazu dienen, dass Webseiten im Suchmaschinenranking in den unbezahlten Suchergebnissen (Natural Listings) auf höheren Plätzen erscheinen.“ Tja, und bei welchen Suchbegriffen steht Ihre Seite nun konkret auf höheren Rängen, wenn diese gar nicht vorab definiert wurden?

Natürlich ist es in Ordnung, nur diese technischen Aspekte bei der Programmierung zu berücksichtigen und zu verkaufen. Es sollte aber auch als solches richtig etikettiert werden, damit der Kunde weiß, was er kauft. Auf der Seite eines Anbieters habe ich es kürzlich korrekt formuliert gefunden: eine „suchmaschinenoptimiert programmierte“ Website.

Suchbegriff-Analyse ist die SEO-Basis

Wenn die SEO-Maßnahmen Ihres Dienstleisters keine Keyword-Recherche berücksichtigt, also die Frage, mit welchen Begriffen Ihre Kunden nach Ihren Produkten oder Dienstleistungen suchen könnten, wird ein solcher SEO-Effekt wahrscheinlich bei fast Null liegen. Außer, Sie haben ein exklusives und neues Nischenprodukt, das sonst niemand anbietet.

Die ermittelten Keywords können dann herangezogen werden, um die Texte und die Navigation für Ihre Website zu erstellen. Idealerweise kommt eines Ihrer Keywords auch in Ihrer Domainadresse vor: z.B. http://www.abc-test.at für einen Testanbieter. Auch die Navigation und sämtliche Linkadressen und -titel sollten wichtige Keywords enthalten.

Achtung vor unseriösen Anbietern

Seriöses SEO braucht Zeit. Seien Sie also wachsam, wenn Ihnen jemand in kürzester Zeit höchste Rankingplätze verspricht. Damit könnten Sie sich im schlechtesten Fall bei Google Abstrafungen einhandeln, die Ihre Website aus den Suchergebnissen befördert, denn nicht alle Maßnahmen sind erlaubt. Das ist z.B. BMW vor einigen Jahren passiert. Der Autohersteller wurde eine Zeit lang komplett aus dem Google-Index geworfen. Welche finanziellen Einbußen das hatte, kann man sich wohl vorstellen.

Sonja Tautermann

DIE WEBOPTIMIERERIN

Sonja Tautermann ist "Die Weboptimiererin" und hilft Unternehmen und Selbstständigen dabei, ihre Einzigartigkeit im Internet sichtbar zu machen: mit hochwertigen Texten und Suchmaschinenoptimierung (SEO).

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